Depta und Teich sind neue Deutsche Meister
Monika Depta von der OLG Siegerland und Christian Teich vom SSV Radebeul sind die neuen Deutschen Meister im Lang-Orientierungslauf. Bei den Titelkämpfen in Bad Harzburg fuhren beide einen souveränen Sieg ein. Während es für Christian Teich der dritte Titel auf dieser Distanz in Folge war, konnte sich Monika Depta erstmals die Krone in der Königsdisziplin aufsetzen.
Der Sieg beim anschließenden Deutschland-Cup ging an den Post SV Dresden.
Es waren stimmungsvolle Wettkämpfe, die der MTK Bad Harzburg mitten im Wald zwischen Bad Harzburg und Torfhaus organisiert hatte. Einen wesentlichen Teil trug dazu das hochsommerliche Wetter mitten im Herbst bei. Auch ansonsten gab es von den Teilnehmern in weiten Teilen viel Lob. Kritikpunkt war, dass ein kleiner Fluss, der die Karte durchzog, nicht außerhalb von Brücken gequert werden durfte. Daran hielten sich nicht alle Läufer. Vor allem beim Deutschland-Cup kam es nachweislich zu Verstößen und Disqualifikationen. Das TK hat dafür schon weiterreichende Konsequenzen angekündigt. Außerdem sorgte das extern vergebene Catering bei der ansonsten sehr stimmungsvollen Siegerehrung für wenig Verständnis.
Abseits dessen gab es für den logistischen Aufwand aber viel Lob und auch konstruktive Kritik im Hinblick auf die Senioren-Weltmeisterschaften im kommenden Jahr im Harz. Viele Orientierungsläufer kehrten mit dem Versprechen heim, im kommenden Jahr sich als Helfer, von denen immer noch ausreichend gesucht werden, zur Verfügung zu stellen.
Sportlich fiel das Wettkampfgelände vor allem durch laufbetonte Routen auf. In einigen Teilen war der Wald sehr gut belaufbar und wenig detailreich, wobei die besten Gelände aber auch für das kommende Jahr vorgehalten werden.
Die Senioren-WM 2012 ließen auch ihren Schatten schon auf die Deutschen Meisterschaften fallen. Viele Gäste aus Finnland, Dänemark, Belgien, Polen und Russland fanden den Weg in den Harz und sorgten dafür, dass die Meisterschaften mit fast 950 Teilnehmern nach langem wieder sehr gute Meldezahlen erreichten.
In den Eliteklassen zählte Christian Teich zu den Favoriten. Obwohl er in letzter Zeit weniger in Erscheinung getreten war, musste man mit seiner Klasse rechnen. So hatte sich dann auch der Lokalmatador, Bjarne Friedrichs vom MTV Seesen, der zuletzt mit sehr guten internationalen Auftritten auf sich aufmerksam machte, dem Titelverteidiger aus Radebeul zu beugen. Bronze ging an Altmeister Ingo Horst vom TV Alsbach.
Titelverteidigerin bei den Damen war Karin Schmalfeld vom BSV Halle-Ammendorf. Keine Deutsche Meisterschaft war im vergangenen guten Jahrzehnt denkbar ohne einen Titelgewinn der 35-Jährigen. Doch die Serie brach in diesem Jahr im Harz. Monika Depta, häufige Zweite, konnte sich erstmals die Goldmedaille holen vor Christian Tröße vom SV TU Ilmenau, die ihre in Norwegen gesammlte Erfahrung erfolgreich umsetzte. Rang drei ging dann schließlich an Karin Schmalfeld.
Der Deutschland-Cup wurde zu einer Dresdener Stadtmeisterschaft. Während das erste Team von Post SV gewann, reihte sich die zweite Vertretung auf Rang drei hinter der ersten Mannschaft vom USV TU Dresden ein.
Nach dem erfolgreichen Saisonabschluss geht es schon zu Beginn der kommenden Saison im Harz weiter. Am 21./22.4. locken die Deutschen Bestenkämpfe nach Seesen, ehe dann im Sommer die Senioren-Weltmeisterschaften im Harz anstehen.

